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Homepage von Univ.Lektor.Mag.Dr.phil.Almir Ibric: almir.ibric@univie.ac.at

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Transkulturelle Kompetenz
Almir Ibrić

Copyright: Folgender Artikel basiert auf der Arbeit des Autors Almir Ibrić: Transkulturelle Philosophie. Automatismen – Kompetenz - Methoden (derzeit unveröffentlichtes Manuskript, Stand 9/2018). Bei Veröffentlichungen/Zitaten: Text oder Textteile bitte in international üblicher Form zitieren wie z.B. Almir Ibrić – Transkulturelle Kompetenz, Verčffentlicht im Rahmen der Fortbildungsreihe der MA 17 - Integration und Diversität, Stadt Wien -"Wien.Vielfalt.Wissen" am 25.9.2018 in Wien. www.transculturalphilosophy.com, (Datum)

 

Eines Tages, an einem Strand des Atlantischen Ozeans irgendwo in Europa, findet ein Fischer einen ungewöhnlich bunt leuchtenden Fisch, der ihn ansprach: „Lieber Fischer, wenn du mich wieder zurück ins Meer wirfst, werde ich dir zwei Wünsche erfüllen, denn ich habe die Macht dazu!“. Der Fischer, zunächst erstaunt über die Tatsache, dass ein Fisch zu ihm sprach, kam langsam zu sich und willigte ein. Er hob den Fisch auf und warf ihn ins Meer zurück. Der Fisch fragte nun, welche Wünsche er habe. Der Fischer überlegt länger und sagte dann: „Der erste Wunsch ist eine feste Autobahnbrücke von diesem Strand nach New York, da ich schon immer Amerika sehen wollte, aber unter Klaustrophobie leide und einen mehrere Stunden langen Flug nicht aushalten kann. Außerdem wäre das eine unglaublich wertvolle Verbindung zweier Kontinente. Ein Traum würde für Millionen von Menschen wahr werden. Menschen, Kulturen, Nationen würden sich näher kommen“. „So eine Brücke zu bauen, ist für mich nicht möglich, vor allem weil der Boden sandig ist und der Wasserdruck auf die Tragsäulen der Brücke zu stark wäre. Das wiederum wäre ein zu großes Risiko für die Reisenden, Menschenleben wären in Gefahr. Es ist ein Ding der Unmöglichkeit. Sag mir lieber deinen zweiten Wunsch“, sagte der Fisch. „Gut“, erwiderte Fischer, „Ich wollte schon immer die Menschen verstehen. Wie sie funktionieren, warum die Menschlichkeit auf der Erde fehlt, obwohl es so viele Menschen auf dem Planeten gibt. Warum tun sich die Menschen seit Jahrtausenden die Kriege an, warum fehlen so oft die Liebe und das Gute. Das will ich verstehen“. Der Fisch darauf:“ Wie viele Autobahnspuren soll die Brücke haben?“
Dieser Witz soll die Komplexität des Menschen anschaulich machen und gleichzeitig auf den Grund der Beschäftigung mit transkulturellen Automatismen, transkultureller Philosophie und transkultureller Kompetenz einführend hinweisen: wozu ist die Beschäftigung damit gut? Vielleicht damit die Menschen ihre Wahrnehmungen und ihre Handlungen besser verstehen und ihre Begegnungen, ihre Kommunikation und ihre diesbezügliche Handlungssicherheit optimieren? Die hier vorgestellte transkulturelle Philosophie kann zwar nicht mit Endgültigkeit und Perfektion die Antworten auf die hier gestellten Fragen bieten, jedoch eventuell zum Perspektivenwechsel und zur Selbstanalyse der transkulturellen Automatismen animieren, neue Möglichkeiten aufzeigen und die existenten Horizonte erweitern.


Transkulturelle Automatismen: Alles bewegt sich, alles verändert sich - ständig


Nichts im Raum und Zeit ist statisch. Alles bewegt sich ständig, alles verändert sich unwiederbringlich. Somit auch der Mensch. Der Mensch ist ein komplexes Wesen. Seine Wahrnehmung vom Dasein, von Raum und Zeit, seine Denk-, Kommunikation-, und Handlungsweisen drücken sich durch seine transkulturellen Automatismen aus. Diese
gründen und bilden sich abhängig von Ort und Zeit, wo ein Mensch geboren wurde/wird, vom Geschlecht, von physischer und psychischer Verfassung, von der ethnischen Zugehörigkeit und diesbezüglichen Diversität (z.B. Hautfarbe), von der Erstsprache, die gelernt wird, von der Erziehung, die der Mensch im Laufe des Lebens erfährt, von der Tradition in der die Person aufwächst und die gelernt wird, von der Religion die einem im Laufe des Lebens vermittelt wird oder für die man sich selbst, in der späteren Phase des Lebens entscheidet, von der Kultur, die man lernt, von der sexueller Orientierung, von den wirtschaftlich-politisch-historischen Zusammenhängen in die die Person geboren wurde und in denen diese lebt/handelt, Umweltfaktoren, von Qualität und Quantität der Wissensaneignung, von persönlicher Bildung und Fortbildung, sowie Handlung und Möglichkeit der persönlichen Entwicklung und komplexen Netzwerk der Erfahrungen und feinen Subfaktoren, die sich ständig und fortlaufend gegenseitig beeinflussen. Diese antistatische und für Menschen einzigartige Wahrnehmung von Raum und Zeit, DenkKommunikation- und Handlungsweisen bezeichne ich als transkulturelle Automatismen.

Transkulturelle Automatismen sind jedoch von der Persönlichkeit des Menschen in mindestens einem Punkt zu unterscheiden. Wenn die Persönlichkeit „die dynamische Ordnung derjenigen psychophysischen Systeme im Individuum [ist], die seine einzigartigen Anpassungen an seine Umwelt bestimmen“,(1) wie von Gordon W. Allport beschrieben, dann machen transkulturelle Automatismen auch diese Dynamik aus, sie unterscheiden sich jedoch von der so definierten Persönlichkeit, da sie nicht nur die Anpassung an die Umwelt bestimmen sondern auch die Veränderungen der Umwelt durch die Menschen und die Einwirkung der Umwelt auf die Menschen selbst und diese als Teil des Daseins wiederspiegeln, wobei die Anpassung selbst bzw. die Wahrnehmungen und Handlungen, die ich darunter verstehe, als transkulturell bedingte Automatismen beschrieben werden. Transkulturelle Automatismen sind Flechtmuster der Persönlichkeit, die zwar das Individuum ausmachen, sich jedoch im ständigen, dynamischen Austausch (Interaktion) mit der Umgebung befinden und somit die ständige Veränderung (der Persönlichkeit) registrieren und nach außen kommunizieren. Transkulturelle Automatismen machen Persönlichkeit aus und definieren gleichzeitig die dynamische Wechselwirkung zwischen Individuum und Umgebung im Dasein, bestimmen die nicht aufhaltsame Veränderung, die dabei entsteht und somit die darauf basierende Wahrnehmungs- und Handlungsautomatismen samt ihrer Transkulturalität.

Wenn wir die Empfindung der Schönheit als Beispiel nehmen, dann denken wir an die diesbezügliche Subjektivität: Schönheit liegt im Auge des Betrachters oder aber präziser ausgedrückt hängt die Empfindung des Schönen von transkulturellen Automatismen ab. Die Wahrnehmung und Empfindung des Schönen hängt somit nicht von universellen Maßstäben der Schönheitsempfindung sondern vom Individuum selbst ab. Das Individuum ist jedoch von seiner Transkulturalität, seinen transkulturellen Automatismen abhängig. Die universellen Maßstäbe der Schönheitsempfindung können in bestimmten Zeiten und bestimmten Orten unterschiedliche Bedeutungen haben und können, oder aber auch nicht, die persönliche Empfindung des Schönen, die diesbezüglichen transkulturellen Automatismen, in unterschiedlichen Prägungen beeinflussen. Die daraus resultierende Empfindung und die diesbezügliche Reaktion gründen und verändern die diesbezüglichentranskulturellen Automatismen des Menschen. Somit ist die Empfindung der Schönheit immer transkulturell bedingt, abhängig von transkulturellen Automatismen, die in einem ständigen, bewussten und unbewussten Austausch im und mit dem Dasein sind, wobei die Empfindung der Schönheit eben diesen Dynamiken unterliegt und auf diese Weise transkulturell automatisch kommuniziert wird.

Die Kommunikation, die Sprache und die Laute einer Sprache hängen auch von transkulturellen Automatismen ab. Die Schmerzempfindung genauso etc. Wenn wir Charlie Chaplin als zweites Beispiel nehmen, dann haben die meisten LeserInnen in dem Moment, wo der Name Charlie Chaplin erwähnt wurde, höchstwahrscheinlich an die Filmfigur „The Tramp“ gedacht (Schnurbart, Melonenhut, Gehstock etc.). Hinter der Kunstfigur „The Tramp“ (hinter der sichtbaren Oberfläche) steckt jedoch der Mensch Charlie Spencer Chaplin (1889-1977), eine vielfältige Persönlichkeit, so wie jeder Mensch eine ist. Die Automatismen der LeserInnen jedoch haben transkulturell automatisch reagiert und zugeordnet: nur die wenigsten beschäftigten sich tatsächlich mit der Person des Schauspielers, obwohl dieser sehr bekannt war/ist. Denn, einem Eisberg im Wasser vergleichbar bei dem nur die Spitze bzw. ein Teil sichtbar ist, der größerer Teil unter der Wasseroberfläche befindlich ist (und somit unsichtbar), muss man auch bei Menschen unter die visuelle und akustisch wahrnehmbare Oberfläche schauen (transkulturelle Automatismen analysieren), wenn man sie begegnen und erfahren will.(2 bitte lesen) Die Begegnung ist somit optimale Voraussetzung der Umsetzung einer transkulturellen Kompetenz, wenn es sich um zwei oder mehrere Personen handelt. Problemfaktor ist die Zeit, die z.B. im Arbeitsalltag oft (für eine bestimmte Aufgabe) „fehlt“.(3 bitte lesen)

 

Charles Spencer Chaplin (Foto links: 1915; Foto rechts: 1910-1920)(4)

 

Kulturen und Transkulturalität


Kulturen waren niemals homogen, da sie niemals isoliert waren, isoliert sind und niemals isoliert sein können. Der Mensch ist Kulturträger. Es gibt keine Kulturen ohne Menschen und keine Menschen ohne Kulturen. Menschen haben sich schon immer gegenseitig beeinflusst. Der erste Mensch mit seiner Kultur die durch seine Existenz und externe Beeinflussung (Umwelt) existierte, prägte die anderen Menschen und somit andere Kulturen. Kulturen werden somit durch die Umwelt mitgeprägt und umgekehrt. Spätestens in der Antike sind schriftliche Spuren der Überlegungen über die Beeinflussung der Menschen und somit der Kulturen durch die Umwelt feststellbar. Seit den 1940ern wurde das Thema in unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen immer wieder erneut aufgegriffen und spielt in heutiger Zeit, einer Zeit der Globalisierung und einer deutlich wahrnehmbaren Veränderungen der (Um)Welt, eine wesentliche Rolle. Kulturen bewegen sich, sind dynamisch und niemals statisch. Nur, die in der Kulturforschung oft erwähnte Transkulturalität beginnt nicht mit Globalisierung – diese war schon immer vorhanden. Transkultureller Fluss, Austausch unter den Menschen und mit der Umgebung war seitAnbeginn der Menschheit existent. Denn unter Transkulturalität verstehe ich eine ständige, fließende (andere Formen annehmende, von anderen Formen umgebende und andere Formen umgebende) Bewegung und Begegnung der Kulturen und in Kulturen, eine ständige gegenseitige unbewusste und bewusste Beeinflussung der Menschen als Kulturträger und Beeinflussung der Menschen durch die Umgebungen (Raum) und Zeiten, in denen sie sich bewegen, sowie Beeinflussung der Räume und zeitlichen Wahrnehmung durch die Menschen selbst. Diese Aktualisierungen in und um den Menschen bringen unterschiedliche Wahrnehmung von Raum und Zeit mit sich. Somit variiert auch das Verständnis der Transkulturalität selbst, was in einer Unmöglichkeit der endgültigen Definition resultiert. Transkulturalität bedeutet somit „Bewegung“ sowohl der Kulturen als auch in den Kulturen. Es handelt sich um eine Bewegung, die immer eine Wandlung mit sich bringt: bewusst oder unbewusst und in unterschiedlichen Qualitäten und Quantitäten. Transkulturalität ist deswegen auch immer ein Prozess. Daraus ergibt sich die Unmöglichkeit der Homogenisierung, Abgrenzung von Kulturen, Ideen, Menschen etc.
Anschauliche Beispiele der Transkulturalität sind die Menschen oder Sprachen, die immer eine Mischung unterschiedlicher Einflüsse sind. Ich erinnere nur an die Bedeutung der lateinischen Sprache für die zentraleuropäischen Sprachen, oder an die Anglizismen bzw. englische Begriffe, die man inzwischen in vielen Sprachen der Welt findet (z.B. „Internet“, „Like“, „Love“ etc.) bzw. an die Sprachausdrücke die weltweit eine Bedeutung haben wie z.B. „o.k.“: es existieren unterschiedliche Deutungen des Begriffsursprungs vom zustimmenden „okeh“ der nordamerikanischen Chocktaw-Indianervolkes(5) die dann ins Englische aufgenommen wurde bis zum „OK“ für „Oberkommando“(6) bzw. „alles Korrekt“,(7) das von deutschstämmigen Militärs im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg verwendet wurde. Transkulturalität ist jedoch in jedem anderen menschlichen Wirken feststellbar: Wissenschaft, Kunst, Handwerk, (Um)Gestaltung der Umwelt etc.


Transkulturelle Kompetenz


Transkulturalität wahrzunehmen und somit gezielt zu arbeiten, bedeutet einen Prozess zu starten. Dieser Prozess endet nie. Was sich dabei entwickeln kann, ist eine Fähigkeit, eine Kompetenz, die ich als transkulturelle Kompetenz beschreibe. Transkulturelle Kompetenz ist die Fähigkeit zur Wahrnehmung der ständigen Bewegung und Veränderung des Daseins (z.B. Raum, Zeit, Wahrnehmungen, Kulturen, Traditionen verändern sich laufend etc.), Ambiguitätstoleranz sowie die Fähigkeit zur Selbstreflexion, zum Perspektivenwechsel, zur Empathie, zur niederschwelligen und flexiblen Kommunikation, zur Wahrnehmung und zum Erkennung von Unterschieden mit dem Ziel, präzisere Selbstwahrnehmung zu erreichen (laufende Selbstreflexion) und personen- oder situationsspezifisch kommunizieren und handeln zu können. Aneignung der transkulturellen Kompetenz ist ein nie endender Prozess der Selbstwahrnehmung und (erfahrungsbezogenen) Wissensaneignung. Die transkulturelle Kompetenz hat somit einen besonderen Ansatz, einen Ansatz in Erkennung der Bewegung des Daseins und somit Erkennung einer gemeinsam Grundlage in einer Begegnung, in einem Dialog bzw. Polylog.(8 bitte lesen)Zunächst geht es somit um Feststellung der ständigen Veränderung des Daseins und der eigenen Person. Einer Veränderung in und durch Raum und Zeit. Alle Menschen unterliegen dieser Dynamik des Daseins und befinden sich somit in der Transkulturalität, die niemals homogen sein kann. Im zweiten Schritt, im Prozess der Aneignung der transkulturellen Kompetenz, geht es um die Selbstreflexionsprozesse, die mit dem ersten Schritt gestartet wurden. Somit liegt der Fokus einer transkulturellen Kompetenz zunächst nicht auf dem, was zwischen Dialog- bzw. PolylogpartnerInnen liegt oder entsteht, dieses „Zwischen“ ist selbstverständlich wichtig, die transkulturelle Kompetenz beginnt jedoch zwei Schritte davor und ebnet somit den Weg bzw. optimiert die Selbst-und Fremdpositionierung in einer Begegnung.

Transkulturelle Philosophie


Transkulturelle Philosophie bedeutet auch Transdisziplinarität, eine Beschäftigung mit den Vorgängen im Dasein (Dynamik), mit den Grundbegriffen dieser Philosophie sowie Schaffung von Begriffen, die dieser Art des Philosophierens erleichtern soll. Transkulturelle Philosophie bedeutet somit Beschäftigung mit Ursprüngen, Begriffen und Überlegungen mit dem Fokus auf unterschiedliche philosophische Zugänge, unterschiedliche philosophische Traditionen, Begriffe der Kultur sowie Multi-, Inter- und Transkulturalität und einem Fokus auf die Dynamik, die Bewegung dieser Prozesse, wofür der Begriff „Trans“ auch steht. Eine transkulturelle Philosophie beschäftigt sich vor allem mit der Wahrnehmung der Bewegung des Daseins und Wissens im Dasein, abhängig von transkulturellen Automatismen der Menschen. Transkulturelle Philosophie hat jedoch keinen Rahmen, keine sichtbaren Grenzen, womit die hier präsentierte Formulierung von den transkulturellen Automatismen des Autors abhängig ist. Die Definition der transkulturellen Philosophie ist somit immer in Bewegung, in einem Prozess der Entstehung, der keinen Abschluss haben kann.

 

Menschen begegnen


Unabhängig davon in welchem Umfeld Menschen miteinander zu tun haben, bei jeder gezielten Begegnung, bei jedem Kommunikationsversuch geht es grundsätzlich zunächst darum, den Menschen zu begegnen. Es geht darum mit Menschen zu kommunizieren, Menschen zuzuhören. Es bedeutet auch, eine Gesprächsbasis aufbauen zu können. Die Begegnung spielt somit eine entscheidende Rolle, denn ohne Begegnung und die Auseinandersetzung mit den transkulturellen Automatismen der Personen wird man Menschen nicht erreichen können. Eine Begegnung soll somit optimaler Weise mit selbstreflektiver Analyse(9 bitte lesen)der eigenen transkulturellen Automatismen beginnen. Die transkulturelle Philosophie bzw. transkulturelle Kompetenz beschäftigt sich mit der erwähnten Komplexität des Menschen. Als Bespiel kann hier die Wichtigkeit des Studiums von Biografien bestimmter Personen erwähnt werden die in einem transkulturellen Zusammenhang wichtig sind (als Teil der Analyse der transkulturellen Automatismen). Wichtig hier zu betonen ist jedoch die Tatsache der Unmöglichkeit der pauschalen Wertung der Menschen, da eine pauschale Wertung aufgrund der Komplexität des Menschen unmöglich ist. Aufgrund von vorhandenen Erfahrungen und Daten, die sich aus so einer Studie ergeben können, wäre eine Erstellung von möglichen - wenn auch unsicheren Mustern möglich.
Im zweiten Schritt, im Prozess der Begegnung, kommt es somit zur Analyse und Umgang mit transkulturellen Automatismen des Gegenübers. Beide Prozesse sind jedoch niemals isoliert zu sehen und können auch als Teil z. B. des sozialen Zusammenhalts in einer Gesellschaft, der gesamtgesellschaftlichen Veränderungsprozesse, von internationalen Zusammenhängen etc. gesehen werden. Nicht nur die Kenntnis der Kommunikationssprache, sondern auch die Art der Kommunikation (Kommunikationsmethoden)(10 bitte lesen)und die transkulturellen Verständigungskonstruktionen, sowie die Fähigkeit zur diesbezüglichen Flexibilität, stellen wichtige Prozessfaktoren dar. Auch hier spielt die analytische Beschäftigung mit transkulturellen Automatismen eine konstruktive Rolle. Als Hilfe im Begegnungsprozess(11 bitte lesen)dient die transkulturelle Kompetenz sowie erfolgreiche Beispiele des Alltags, die als SubTools der transkulturellen Kompetenz bzw. transkulturellen Philosophie agieren können.

 

Jeet Kune Do als Beispiel


Als ein weiteres Beispiel in diesem Zusammenhang kann das Wirken und die Philosophie von Bruce Lee(12 bitte lesen)(1940-1973) erwähnt werden. Sein Kampfstil, ein von ihm entwickelter Hybrid mehrerer in den 1970ern bekannter Kampfkunstarten, heißt Jeet Kune Do („Der Weg der abfangenden Faust“), das an sich ein Bespiel der Transkulturalität ist. Die Philosophie, die sich dahinter verbirgt, geht von einem dynamischen Universum und einer ständigen Interaktion der Gegenteile, die sich dort bewegen, aus.(13)Sein Prinzip „Keinen Weg als Weg“ und „Keine Begrenzung als Begrenzung“ zu bezeichnen, summierte er im Wasser-Gleichnis, das an die Flusslehre der Vorsokratiker und die Philosophie, die sich hinter den Aphorismus „Alles fließt“ (panta rhei) versteckt, stark erinnert und davon vielleicht beeinflusst war: “Empty your mind. Be like water. Put water into a cup, it becomes the cup. Put water into a teapot, it becomes the teapot. Water can flow; it can flow or creep, or drip or crash. Be water, my friend.“(14 bitte lesen) Jeet Kune Do bedeutet keine Beschränkung, insbesondere keine Beschränkung durch traditionelle Kampfstile, meint bewegliche Formlosigkeit - wie Wasser sich ständig an das Gegenüber anpasst, eine wiederholte Selbstfindung: “Jeet Kune Do favors formlessness so that it can assume all forms and since Jeet Kune Do has no style, it can fit in all styles“.(15)Für unser Thema bedeutet diese Art der Daseinswahrnehmung einen besonderen Zugang zur Problemlösung, es bedeutet, das erste Prinzip der transkulturellen Philosophie, die Daseinsdynamik, erkennen und verstehen zu können. Ein Problemlösungserfolg könnte anschließend in Formlosigkeit des Lösungsansatzes (Anpassungsfähigkeit an die Situation), in der Fähigkeit, in die Formlosigkeit dieser Bewegung einzutauchen und diese Prozesse zum Vorteil zu nutzen, liegen: sei wie Wasser (sei flexibel in deiner Tätigkeit), fließe (lerne von deinem Gegenüber, bewege dich auch in seine Richtung), bewege dich (bewege dich in deiner und mit deiner Fähigkeit und Kompetenz, nimm die Form des Gegenstands ein bzw. nimm die Form der Situation ein) und umfließe (sein ein Teil dessen und umgebe es) die Situation (GesprächspartnerInnen begegnen, abholen und in die Bewegung mitnehmen: partizipativer Ansatz und dennoch zu erwartende Situationsübersicht).

 

Perspektivenwechsel als Tool & Solution

Wenn wir als Beispiel ein Diskussionsgespräch bei einer Begegnung beobachten, dann geht es, transkulturell kompetent gesehen zunächst nicht darum, mit Gegenargumenten eine bestimmte Behauptung/Aussage des Gegenübers (sofort) zu widerlegen (wenn das ein Ziel sein sollte), auch wenn diese Gegenargumente dazu ausreichen würden, sondern um die Einleitung des Formänderungsprozesses,(16 bitte lesen)die Einleitung vom Beginn eines Perspektivenwechsels in Bezug auf die betreffende Behauptung/Aussage.(17 bitte lesen)Gleichzeitig geht es um Beziehungsaufbau und Gesprächsbereitschaft. Es geht nicht darum, die Gegenargumente bzw. Widerlegungsargumente zu begründen und dem Gegenüber eine plausible Gegenposition zur geäußerten Behauptung/Aussage zu präsentieren (auch diese Vorgehensweise ist nicht auszuschließen und soll als kontextabhängige Option gelten), sondern um eine individualisierte, kontextabhängige, gemeinsame (partizipativer und inklusiver Ansatz) Konstruktion (Wissensaneignung, Befähigung) eines Werkzeugs, mit dessen Hilfe eine selbstständige Neu- oder Dekonstruktion der Behauptung/Aussage von seinen VertreterInnen wahrgenommen wird. Durch einen Perspektivenwechsel der GesprächspartnerIn in Bezug auf die ursprüngliche Behauptung/Aussage kann es zu einer dauerhaften Lösung des Problems kommen (wenn es um die Behandlung eines Problems geht) oder zumindest zur Schaffung von neuen diesbezüglichen Zugängen, da die Argumente und Gegenargumente der Behauptung/Aussage selbst entdeckt und begründet werden: die notwendigen Argumente werden nicht ihren VertreterInnen „besserwisserisch“ erklärt, sondern die GesprächspartnerInnen begeben sich gemeinsam auf die Suche nach Erklärung der Behauptung/Aussage, um diese in ein Kontext zu bringen, wobei die Position Schritt für Schritt anders betrachtet, erklärt und neupositioniert wird. Dabei spielt die Analyse und der Umgang mit jeweils eigenen transkulturellen Automatismen eine entscheidende Rolle. Da jeder Mensch unterschiedlich und sehr vielfältig ist, gibt es keine bestimmte Form des Formänderungsprozesses, womit die eigentliche Form anfangs die Form der Formlosigkeit ist - es ist die Form, die im Prozess selbst entsteht und zunächst die Form der gegebenen Situation annimmt („Be like water“, Bruce Lee). Durch einen Perspektivenwechsel öffnen sich mehrere Türen in Bezug auf das ursprünglich diskutierte Thema, es ergeben sich mehrere Möglichkeiten, an die man im Formänderungsprozess schließlich „andocken“ kann. Ein Perspektivenwechsel, eine Selbstbeobachter-Position, führt zur Kontextualisierung der ursprünglichen eigenen Position und ermöglicht eine partizipative Selbstentdeckungsreise, die idealer Weise zur Wissensaneignung und mehr Wertschätzung für sich selbst und dem Gegenüber führen soll. Im Grunde handelt es sich hierbei um das Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe, also die Befähigung zur Selbstreflexion. Das Prinzip wird seit Jahrtausenden in unterschiedlichen literarischen Formen erwähnt. Sehr berühmt ist der Spruch, der jedoch mehreren Autoren zugeschrieben wird: gib einer Person einen Fisch und du ernährst sie für einen Tag. Lehre die Person zu fischen und du ernährst sie ein Leben lang. Die hier beschriebene Methode(18 bitte lesen)der Umsetzung der transkulturellen Kompetenz in einem spezifischen Problemfeld kann auf ähnliche Art und Weise in anderen Themen- bzw. Tätigkeitsbereichen z.B. der sozialen Arbeit angewendet werden.

 

Wie ein ausgetreckter Fühler

“Wir können auf der Erde weder eine Gruppe von Menschen noch ein Land isoliert betrachten. Wir gehören alle zusammen.“(19)

Edward Gibson (Astronaut, Skylab 4)




Es ist sehr schwierig komplizierte Zusammenhänge auf ein Paar Seiten zu beschreiben. Es war mir jedoch wichtig, zumindest einen Versuch auf der Suche nach Wissen, nach Möglichkeiten und philosophischen Werkzeugen zu unternehmen, im Sinne einer Stärkung des sozialen Zusammenhalts, der Demokratiekultur und der Bemühungen um Umsetzung der Menschenrechte. Das Universum, die Galaxien, Planeten, Sterne und unsere Erde, Menschen, Kulturen, Gedanken sind in ständiger Bewegung. So wie wir jetzt sind, so wie wir die Welt, das Dasein in diesem Moment wahrnehmen, diese Wahrnehmung ist für immer vergangen, die Erfahrung bleibt „gespeichert“ – aber auch nicht immer. In dem Moment, wo diese Textzeilen gelesen werden, hat sich die Welt, unsere Umgebung, und wir selbst haben uns für immer und unwiederbringlich verändert. Gerade diese Bewegung, die Veränderung und Vergänglichkeit führt zur Notwendigkeit des Gemeinsamen, zur Suche nach OverlapBereichen, die ständig neu entstehen.
Bewusstseinsverändernde Erfahrungen wie beim Frank White`s „Overview Effect“ beschrieben, können als Beispiele der Transkulturalität erwähnt werden: diese von Astronauten beschriebenen Erlebnisse und Persönlichkeitsveränderungen wurden in vielen Fällen durch den Anblick der Erde aus dem Weltall ausgelöst. Diese (manchmal spirituell anmutenden) Erlebnisse, so White, führten nicht nur zu Persönlichkeitsveränderungen bei den Astronauten, sondern die Weitergabe dieser Erlebnisse kann die Gesellschaften verändern bzw. sogar den Daseinszweck der Menschheit als Spezies den Menschen näherbringen.(20) Unabhängig davon wie (un)realistisch die Umsetzung des Vorhabens zu sein scheint, die Basisphilosophie des Vorhabens sowie die Bemühungen auf diesem Wege scheinen mir transkulturell-philosophisch als äußerst wichtig: sowohl im Sinne einer philosophischen Forschung als auch im Sinne einer einfachen Alltagsmethode des Zusammenlebens.
Die Erfahrungen des Overview-Effects von Russel Louis Schweickart (Astronaut, Apollo 9) kann hier abschließend als Zusammenfassung der Botschaft der hier dargestellten transkulturellen Philosophie, transkulturellen Kompetenz zitiert werden: „Wenn man die gesamte Erde in eineinhalb Stunden umkreist, dann stellt sich allmählich die Erkenntnis ein, daß man sich mit ihr als Ganzem identifiziert. Man schaut nach unten und kann sich überhaupt nicht vorstellen, wie viele politische und sonstige Grenzen man überfliegt, immer und immer wieder; man sieht sie nicht einmal. Im Mittleren Osten bringen sich Hunderte von Menschen entlang einer imaginären Grenzlinie um, die man nicht gewahr wird und die man nicht sehen kann. Was man wirklich sehen kann ist ein Ganzes, und dieses Ganze ist von wunderbarer Schönheit. Man hat den Wunsch, von jeder Seite der vielen Konfliktparteien einen an die Hand zu nehmen und zu sagen: ‘Sieh! Schau dir das aus dieser Perspektive an! Schau genau hin! Was hat da noch irgendwelche Bedeutung?‘(…) Man ist da oben im Weltraum wie ein ausgestreckter Fühler-und das flößt einem Demut ein. Es ist ein Gefühl, das dir sagt, du hast eine Verantwortung. Was du erlebst, ist nicht für dich persönlich bestimmt…Und wenn man zurückkehrt, sieht die Welt von nun an anders aus. Jetzt besteht ein Unterschied im Verhältnis zwischen dir und jenem Planeten, sowie zwischen dir und allen anderen Lebensformen auf diesem Planeten, weil man dieses Erlebnis gehabt hat. Es ist wahrlich ein Unterschied, und zwar ein kostbarer“.(21)


„A view of most of North America taken from a low orbit of about 826 km altitude. The whole hemisphere is not visible owing to the low orbit, and the horizon is at a distance of about 3,300 km, while the radius of the planet is 6,371 km. The diameter seen from this height is about 125 degrees. An image of the Earth taken from the VIIRS instrument aboard NASA's Earth-observing research satellite, Suomi NPP.“(22)

 

 

 

 

Fussnoten:

1. Christian Benne, Enrico Müller [Hrsg.]: Ohnmacht des Subjekts – Macht der Persönlichkeit, Schwabe Verlag, Basel 2014, S.74, Fußnote 6, dort nach: Gordon W. Allport: Persönlichkeit. Struktur, Entwicklung und Erfassung der menschlichen Eigenart, 2.Aufl., Meisenheim am Glan 1959.

2. Mit der Aussage „Menschen erfahren“ meine ich das zunächst unsichtbare (z.B. sexuelle Orientierung, Kultur, Tradition, Religiösität, Gefühle, Weltanschauung, ethisches Verhalten, politisches Denken, Ausbildung, Lebenserfahrung etc.), das unterhalb der sichtbaren Oberfläche (Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit, Alter) befindliche erreichen, davon zu lernen, sich darüber auszutauschen. Denn das zunächst Unsichtbare ist vor allem das, was den Menschen ausmacht.

3. Anhand dieser Aussage können wir die diesbezüglichen transkulturellen Automatismen beobachten: Die Zeit „fehlt“ eigentlich nicht. Was hiermit beschrieben wird ist Wahrnehmung der Zeit, die oft auf diese Weise empfunden und im Sprachgebrauch verwendet wird. Die Aussage „die Zeit fehlt“ im genannten Kontext ist verständlich, jedoch gerade diese Überlegung über die Wahrnehmung der Zeit ist im Sinne der transkulturellen Philosophie relevant, da dabei ersichtlich wird, dass es sich bei der Wahrnehmung von Raum und Zeit um Ausdrücke transkultureller Automatismen handelt, die gewöhnlich nicht hinterfragt werden, womit das Bewusstsein über die Relevanz der Wahrnehmung von Bewegung, der Dynamik von Raum und Zeit fehlt. In Wirklichkeit kann die Zeit gar nicht „fehlen“ da sie existent ist, nur das Bewusstsein für diese Zusammenhänge fehlt. Wenn wir die Zeit als Beispiel nehmen, dann können wir außerdem feststellen, dass die Wahrnehmung der Gegenwart in Raum und Zeit eine Fiktion ist, da sowohl die visuelle als auch akustische Wahrnehmung von dem Moment der Entstehung bis zu dem Moment der Wahrnehmung im Gehirn „gereist“ sind, womit es zu einer Zeitverschiebung kommt, die zwar von Menschen nicht wahrnehmbar, jedoch existent ist: der Mensch nimmt nicht die Gegenwart sondern das Vergangene wahr. Transkulturell automatisch jedoch nimmt der Mensch die Gegenwart wahr (noch anschaulicher: „Live“ Übertragungen im TV. Diese sind niemals „Live“ sondern mit einer Verzögerung ausgestrahlt aufgrund der Strecke die das Bild/Ton zum Empfänger überbrücken muss). Weiteres Beispiel der transkulturellen Automatismen ist die Aussage: „Die Sonne geht auf/unter“. Eine im Alltag sehr gewöhnliche Aussage die transkulturell automatisch auf diese Weise kommuniziert und verstanden wird. Die Tatsache ist jedoch: weder geht die Sonne unter, noch auf. Die Erde, die von der Sonne bestrahlt wird, dreht sich um die eigene Achse, womit es zum Tag/Nacht Wechsel kommt, da nur ein Teil der Erdkugel beleuchtet werden kann. Diesbezügliche Überlegungen führen zur Selbstreflexion und zu einer Neupositionierung im Dasein, womit die Wahrnehmung von Raum und Zeit und eigene Rolle im Dasein reflektiert werden. Diese Überlegungen können als Übungen im Prozess der Aneignung der transkulturellen Kompetenz betrachtet werden.

4. Quelle: Wikipedia, Onlinequellen: https://de.wikipedia.org/wiki/Charlie_Chaplin#/media/File:Charlie_Chaplin.jpg; https://de.wikipedia.org/wiki/Charlie_Chaplin#/media/File:Chaplin2.jpg, 6.9.2018 (Gemeinfrei).

5. Allan Metcalf: OK. The Improbable Story of America`s Greatest Word, Oxford University Press, New York 2011, S.83-87; Cecil Adams: More of the Straight Hope, Ballantine Books, University of Michigan, 1988, S.252.

6. Christoph Drösser: Stimmt's? / Stimmtʼs - Oll Correct, DIE ZEIT 36/1997, Onlinequelle: https://www.zeit.de/stimmts/1997/1997_36_stimmts, Veröffentlicht am: 3. September 1997, Abgerufen am: 27.06.2018.

7. Allan Metcalf: OK., S.91.

8. Polylog ist ein Konzept des interkulturellen Philosophierens das ich hier als Werkzeug der transkulturellen Kompetenz bzw. transkulturellen Philosophie betrachte, in: Franz Martin Wimmer: Interkulturelle Philosophie, WUV, Wien 2004.

9.Mit der Aussage „Analyse der transkulturellen Automatismen“ in dieser Arbeit ist jede Art und Methode des Zugangs zur transkulturellen Automatismen, optimaler Weise im transdisziplinären Sinne, gemeint.

10. Siehe z.B. Kommunikationsquadrat von Schulz von Thun, in: Das Kommunikationsquadrat, Schulz von Thun Institut, Onlinequelle: https://www.schulz-von-thun.de/die-modelle/das-kommunikationsquadrat, 4.4.2018.

11. Beispiele für „Begegnungsprozesse“ sind einzelne Gespräche, Gesprächs- bzw. Dialogforen, Vernetzungsplattformen, philosophische Austauschplattformen etc. Siehe z.B. „Gartenpolylog“, in: Ursula Taborsky: Grüne Orte des Polylogs, in: Polylog Nr.29, Zeitschrift für interkulturelles Philosophieren, S.51, Wien 2013 oder z.B. Vernetzungsplattform | afghanische und tschetschenische Communities, ein Projekt der MA 17 – Magistratsabteilung für Integration und Diversität der Stadt Wien (2018), in: Netzwerk für Deradikalisierung und Prävention, Zwei Jahre Netzwerk für Deradikalisierung & Prävention, Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien, Onlinequelle: https://kja.at/site/files/2017/02/Medienpapier_Expertforum1.pdf, 30.08.2018; Oona Krosileitner: Community-Vernetzung. Zur Integration von Tschetschenen und Afghanen, Der Standard, 13. Juni 2017, Onlinequelle: https://www.pressreader.com/austria/der-standard/20170113/281749859045787, 30.08.2018.

12.Ausführliche Erklärung des Beispiels ist an dieser Stelle aus Platzgründen nicht möglich. Für Details siehe: Almir Ibrić: Transkulturelle Philosophie. Automatismen – Kompetenz - Methoden (derzeit unveröffentlichtes Manuskript, Stand 9/2018).

13.Tommy Gong: Jeet Kune Do, in: Thomas A. Green: Martial Arts of the World. An Encyclopedia. Volume one AQ, ABC Clio, Santa Barbara Califonia/ Denver-Colorado, England 2001, S.206.

14. Bruce Thomas: Bruce Lee. Fighting spirit, Sidgwick & Jackson, London 1996/2002/2007, S.139; auch erwähnt im Bruce Lee Interview in Hong Kong, am 9. Dezember 1971, in: The Pierre Berton Show (Länge: 60Min), Min.15:50, Onlinequelle: https://www.youtube.com/watch?v=5jfQSCbkA94, 14.03.2018.

15. Bruce Lee: Tao of Jeet Kunde Do, S.12.

16. Allein die Tatsache der Beschäftigung miteinander, die Tatsache des Dialogs bringt bereits eine neue Form mit sich (es ist ein Formänderungsprozess an sich), dass soeben gestartet wurde, womit die ursprüngliche Positionen in einem Gespräch einer gezielten Veränderung unterliegen in unterschiedlicher Quantität und Qualität.

17. Voraussetzung dafür ist die Basic-Methode, ein selbstreflektiver Prozess des eigenen Perspektivenwechsels (siehe: Basic- und Overlap Methode in: Almir Ibrić: Transkulturelle Philosophie, Manuskript 9/2018).

18. Basic & Overlap-, Winstone Wolf-, sowie Polylog Methode können zusätzlich in diesem Sinne angewandt bzw. kombiniert werden, siehe dazu: Almir Ibrić: Transkulturelle Philosophie (derzeit unveröffentlichtes Manuskript, Stand 9/2018).

19. Nach: Henry S.F. Scooper: A House in Space, New York 1976, in: Frank White: Der Overview Effekt. Wie die Erfahrung des Weltraums das menschliche Wahrnehmen, Denken und Handeln verändert. Die erste interdisziplinäre Auswertung von über 20 Jahren Raumfahrt, Goldmann Verlag, Bern/München 1993.

20. Frank White: Der Overview Effekt. Wie die Erfahrung des Weltraums das menschliche Wahrnehmen, Denken und Handeln verändert. Die erste interdisziplinäre Auswertung von über 20 Jahren Raumfahrt, Goldmann Verlag, Bern/München 1993, S.23.

21. Frank White: Der Overview Effekt. Wie die Erfahrung des Weltraums das menschliche Wahrnehmen, Denken und Handeln verändert. Die erste interdisziplinäre Auswertung von über 20 Jahren Raumfahrt, Goldmann Verlag, Bern/München 1993, S.23.

22. Onlinequellen:http://www.nasa.gov/multimedia/imagegallery/image_feature_2159.html; http://solarsystem.nasa.gov/multimedia/display.cfm?IM_ID=9643;http://solarsystem.nasa.gov/planets/profile.cfm?Object=Earth; https://en.wikipedia.org/wiki/The_Blue_Marble#/media/File:North_America_from_low_orbiting_satellite_Suo mi_NPP.jpg (Public Domain), 6.9.2018.

 

 

 

Veröffentlichungen des Artikels:

1. Veröffentlichung im Rahmen der Fortbildungsreihe der MA 17 - Integration und Diversität, Stadt Wien -"Wien.Vielfalt.Wissen" am 25.9.2018 in Wien.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dr. Almir Ibric